Drei 110m hohe Türme? Wir sind von Tür zu Tür gelaufen und haben mit den Leuten gesprochen…

Informationskampagne (Foto: www.montelaa.net)

Im Flächenwidmungsplan von 2001, der bis 2010 gegolten hat, war in Monte Laa ein Doppelturm geplant. Wir haben uns alle hier angesiedelt und haben gesagt „Okay das wird es geben.“ Dann kam die Umplanung. Im ersten Vorschlag waren drei 110m hohe Türme, also drei Mal die Höhe des einzigen vorher geplanten Turmes. Das war natürlich komplett anders, als wir uns das alle vorgestellt haben. Dann haben alle Haushalte ein Schreiben gekriegt. Darin ist gestanden: „Die Flächenwidmung für ihr Gebiet wird verändert. Sie haben die Möglichkeit Einsicht zu nehmen und eine Stellungnahme abzugeben.“ Wir haben dann beschlossen, etwas dagegen zu machen. Wir haben eine Informationskampagne gemacht, wo wir alle Leute, die in Monte Laa wohnen, mit Flugzetteln versorg haben. Wir sind von Tür zu Tür gelaufen und haben mit den Leuten gesprochen. Wir, das waren vor allem einige Leute aus dem Verein „Miteinander in Montlaa“. Am Ende haben fast 900 Bewohner Stellungnahmen beim Magistrat abgegeben. Das hat mir schon gezeigt, dass, wenn sich Leute zusammen etwas vornehmen, etwas erreicht werden kann. So etwas ist natürlich leichter, wenn sie eine Basisorganisation haben. Der schwerste Schritt ist…bis ein Einzelner startet und sagt „Ich suche ein paar Leute und wir machen etwas.“ Weil am Anfang sind das lauter Individuen, die für sich denken. Wie bringen Sie Leute dazu, dass sie einmal ein bisschen gemeinsam denken? Dieser Schritt ist – glaube ich – der schwerste Schritt. Der ist aber hier schon da gewesen, weil es eben den Verein gegeben hat. Dann können natürlich andere Initiativen wie dieser Protest gegen die Flächenwidmung, an diese Organisation andocken.

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